Der Rosengarten

Rosen rosa

Der Rosengarten

Rosengärten können formal oder frei gestaltet sein. Weißt man den Rosen strenge Beete mit Buchseinfassung zu, legt dazu gekieste oder gepflasterte Wege an, entsteht ein wesentlich anderes Bild, als wenn man einen schmalen Weg durch üppig-romantisch wachsende Kletter- und Strauchrosen winden lässt.

Die Rosen

Bei Rosen denke ich zuerst an Beetrosen. Das können z. B. Teehybriden oder Floribunda-Rosen sein. Beide bilden die rosentypischen knospenförmigen “Valentinstagsblüten”. Die kleinen Büsche werden bis zu einem Meter hoch, blühen mehrmals im Jahr und haben einen jährlichen Rückschnitt nötig. Die Sortenvielfalt ist unüberschaubar. Da Beetrosen oft nackte Stängel zeigen, ist eine passende Unterpflanzung unverzichtbar. Sowohl der formale, als auch der wild romantische Rosengarten profitieren davon.

rote Beetrose

Neben diesen Fackelträgern der Rosenmannschaft gibt es noch einige andere Wuchsformen, die mit Kletterkünsten, Blütenbüscheln oder elegant überhängender Gestalt begeistern:

Strauchrosen werden bis ca. zwei Meter hoch. Sie blühen öfter und einfach oder gefüllt. Pflegeleicht und robust eignen sie sich für jeden Garten. Lediglich schwaches Holz muss regelmäßig entfernt werden. Wird die Strauchrose zu groß, kannst du alle Triebe um ein Drittel zurückschneiden.

Strauchrose

Bodendecker-Rosen wachsen gleichmäßig in die Breite und so dicht, dass sie das Aufkeimen von Unkraut verhindern. Sie schmücken sich über eine lange Blütezeit mit einer üppigen Fülle kleiner Blüten.

Die großen Blüten der Kletterrosen erscheinen über einen sehr langen Zeitraum. Sie erobern Mauern, Pergolen, Bögen und Klettergerüste. Ein Teil der langen Haupttriebe muss jedes Jahr entfernt und die Seitentriebe auf 5 bis 10 Zentimeter zurückgeschnitten werden. Danach solltest du sie möglichst waagerecht anbinden, um eine reichliche Blüte zu fördern.

Auch Rambler-Rosen sind Kletterrosen, unterscheiden sich aber durch eine stärkere Wuchskraft ihrer langen, biegsamenTriebe. Höhen von drei bis fünf Metern erreichen sie spielend. Die kleinen Blüten erscheinen in großen Büscheln. Dadurch wirken sie natürlicher als Kletterrosen. Am besten lässt du Klettergerüste, Pergolen, häßlichen Schuppen oder große Bäumen von ihnen überwuchern. Nicht zuletzt unterscheiden sie sich durch ihre Pflegeleichtigkeit: ein Schnitt ist selten notwenig, nur altes Holz muss entfernt werden.

Schlicht und elegant zeigen sich Wildrosen und ihre Sorten, die neben ihren Blüten auch mit zierlichem Laub und schönen Hagebutten überzeugen. Je nach Größe lassen sie sich gut ins Rosenbeet integrieren oder gemeinsam mit anderen Rosensträuchern kombinieren. Der Pflegeaufwand ist auf das Entfernen von altem Holz beschränkt. Jedoch nicht alle Wildarten sind für den Garten geeignet. Die Hundsrose (Rosa canina) z. B. wird so breit, dass sie jeden Gartenrahmen sprengt. Hier kannst du auf ihre gezüchteten, kleineren Sorten ausweichen, z. B. die Rosa canina ‘Andersonii’. Viele Wildrosenarten neigen außerdem zum Versamen, so dass sich kleine Abkömmlinge überall im Garten breitmachen können.

WildroseRosa rugosa

Quelle: Strauchrosen & Kletterrosen – Mit Teehybriden und Floribunda-Rosen. David Austin, DuMont Buchverlag Köln, 1995. ISBN: 3-7701-3389-7

Die Gestaltung

Ein formaler Rosengarten ist meist, ähnlich einem Kloster- oder Bauerngarten, in kreuzsymmetrische Beete gegliedert. Die Hauptdarsteller in solchen Rosarien sind die klassischen Beetrosen. Ich kann nicht oft genug betonen, dass ein Rosengarten keineswegs ausschließlich aus Rosen bestehen muss. Vielmehr profitiert er ungemein von passenden Rosenbegleitern. Neben einer Einfassung aus Buchs (Buxus sempervirens) kommen deshalb z. B. auch Lavendel (Lavandula angustifolia), Katzenminze (Nepeta faassenii), Ysop (Hysoppus officinalis), Teppich-Wollziest (Stachys lantana) oder Frauenmantel (Alchemilla spec.) in Frage. Um diese flächige Bepflanzung aufzulockern, kannst du Strauchrosen als vertikale Elemtente einsetzen. Auch Kletter- oder Ramblerrosen, die an  Dreibeinen oder Säulen emporwachsen, eignen sich dafür. In Kombination mit der Waldrebe (Clematis spec.) blühen die Klettergerüste gleich doppelt.

Rosen mit Lavendel

Einen ganz anderen Eindruck vermittelt der wild-romantische Rosengarten. Hier kannst du aus dem Vollen schöpfen. Vielleicht legst du in diesem Garten einen verschlungenen Weg an, der an einer Rosenlaube endet? Den Weg begleiten Beetrosen mit üppiger Unterpflanzung. Strauchrosen und Wildrosen bilden das Dickicht. Dieser Gartenraum könnte von einer Mauer umgeben sein, die mit Ramblern und Kletterrosen verdecket wird.

wild romantisches Flair

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