Licht und Schatten

Licht Schatten Rasen

Licht und Schatten

Alles eine Frage des Lichteinfalls: So findest du heraus, welcher Platz in deinem Garten für ein englisches Prachtstaudenbeet, einen Steingarten oder aber ein Schattenbeet in Frage kommt. Während man andere Faktoren wie z. B. den Boden und die Feuchtigkeit verändern kann, muss man sich mit den Lichtverhältnissen meistens einfach abfinden. Es ist deshalb besonders wichtig, diese gut einzuschätzen.

Sonnenanbeter und Schattengestalten

Das kleine Sonnensymbol auf dem Etikett der meisten Prachtstauden meint: sonnig. Das heißt: kein Schatten, zu keiner Tageszeit. Ein wirklich prächtiges englisches Staudenbeet wird nur in voller Sonne gelingen. Hortensien (Hydrangea spec.) und Funkien (Hosta Hybriden) widerum gedeihen besser im Schatten. Je schattiger, desto deutlicher werden auch die Blattzeichnungen vieler anderer panaschierter Blattschmuckstauden. Daneben gibt es eine Reihe von Pflanzen, die im Halbschatten gut klarkommen. Das kann entweder der lichte Schatten einer Baumkrone sein, oder aber die Ostseite eines Hauses, die vormittags in der Sonne und nachmittags im Schatten liegt.

lichter Schatten durch eine junge Apfelbaumkrone

Die Himmelsrichtungen und der jahreszeitlicher Sonnenstand

Du brauchst noch nicht mal einen Kompass, um die Himmelsrichtungen in deinem Garten herauszufinden. Hier kannst du endlich Grundschulwissen anwenden: „Im Osten geht die Sonne auf, gen Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen wird sie untergehn, im Norden ist sie nie zu sehn.“

Auf einem neuen Grundstück ist es natürlich schwer, im Winter zu beurteilen, wo im Sommer die Sonne scheinen wird. Musst du jetzt ein Jahr lang warten und die Sonne beobachten, bevor du ein Beet anlegen kannst? Nein, denn zum Glück haben das schon viele, viele Menschen vor dir getan.

Der Standpunkt des Beetes und der Standpunkt der Sonne bilden eine Linie, die bis zum Mittag immer steiler steigt um bis zum Abend wieder abzufallen. Je näher das Datum an die Sommersonnenwende am 21. Juni rückt, desto höher steigt die Sonne und desto steiler ist diese Linie.

Im Frühling und Herbst erreicht die Sonne vormittags und nachmittags ca. 25-35° und steigt bis zum Mittag auf ca. 45°. Am 21. Juni erreicht sie vormittags schon ca. 50° und steigt bis auf ca. 60°. Es kommt nun darauf an, ob ein Hindernis zwischen dem Beet und der Sonne steht, wie groß es ist und wie weit es entfernt ist. Die Faustformel lautet: Für einen vollsonnigen Standort sollte sich in Ost-, West- und Südrichtung kein Hindernis befinden, das ein Drittel so hoch ist wie seine Entfernung zum Beet. Oder andersrum: Jedes Hindernis sollte dreimal so weit vom Beet entfernt sein, wie es hoch ist.

hohe Koniferen werfen viel Schattenschattiger Weg

Plane für die Zukunft

Bei der Beurteilung der Lichtverhältnisse solltest du auch einen Blick in die Zukunft werfen. Der Pflanzplatz hinter der neugesetzten Hecke ist momentan vielleicht noch sonnig, aber selbst bei nur 25 cm Höhenzuwachs im Jahr liegt der Platz vermutlich in vier Jahren schon im Vollschatten. Berücksichtigst du solche Verhältnisse schon bei der Pflanzung, kannst du dir einen späteren Austausch sparen.

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